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Autoimmunkrankheiten

Autoimmunkrankheiten

Die Autoimmunhepatitis (AIH) und die sklerosierende Cholangitis sind Autoimmunkrankheiten, d.h., der Organismus greift seine eigenen Zellen an. Das bedeutet, dass die Leber von Antikörpern angegriffen wird, die vom Organismus selbst produziert werden.

Von der Autoimmunhepatitis sind Mädchen häufiger betroffen. Die Diagnose wird mithilfe einer Leberbiopsie und von Blutanalysen gestellt, bei denen anormale Leberwerte und Antikörper im Blut festgestellt werden. Die Behandlung besteht in einer Dämpfung des Immunsystems des Patienten, um die Entzündung der Leber und damit langfristig die Gefahr einer Zirrhose zu verringern. In der Regel werden Prednison und Azathioprin (Imurek®) verwendet, bei denen es sich um immunsupprimierende Mittel handelt.

Die sklerosierende Cholangitis (PSC, primary sclerosing chalangitis) tritt bei Jungen am häufigsten auf. Sie kann mit entzündlichen Erkrankungen des Darms einhergehen (Crohn, Colitis). Die Diagnose wird ebenfalls mithilfe einer Leberbiopsie und Blutanalysen gestellt (Lebertests und Vorhandensein von Antikörpern). Es werden auch bildgebende Verfahren eingesetzt, um eine Ausweitung der Gallgengänge aufzudecken. Im Gegensatz zur Autoimmunhepatitis spricht die sklerosierende Cholangitis nicht auf Immunsuppressiva (Steroide, Azathioprine) an. Man verfolgt daher einen abwartenden Ansatz, bei dem man Komplikationen der Cholestase, d.h. Mangel an fettlöslichen Vitaminen und Zerbrechlichkeit der Knochen, verhindert. Angesichts des erhöhten Risikos von Gallgengangkrebs ist die sklerosierende Cholangitis oft eine Indikation für eine Transplantation.

In einigen Fällen kann das Kind ein „Overlap-Syndrom“ aufweisen. Bei der Biopsie ergibt sich ein gemischtes Bild. Sie zeigt einerseits Anzeichen einer AIH und andererseits einer PSC. Das Kind muss dann sehr genau beobachtet werden, um die Nebenwirkungen der Behandlung zu begrenzen, wenn die Medikamente keine Wirkung zeigen.

evlk NEWS

20 Jahre

Transplantation Emilie

FEIERN SIE MIT!

 

Im Alter von 2 Jahren wurde Emilie Dafflon lebertransplantiert. 20 Jahre später will sie nun mit ihrer Teilnahme am Murten-Fribourg-Lauf vom 2. Oktober zeigen, dass sie ein Leben wie jede junge Frau lebt und jede Sportart möglich ist. Sie möchte dadurch transplantierten Kindern und deren Familien Mut machen und die Öffentlichkeit zum Thema Organspende sensibilisieren. Durch ihre Aktion will Emilie ihrem Spender ihre Dankbarkeit ausdrücken – ohne dieses wertvolle Geschenk wäre dieser Tag nicht gekommen.

 

Wer Emilie unterstützen möchte, mitlaufen oder anfeuern, ist herzlich willkommen! Weitere Informationen unter

 

www.mahana4kids.ch

 

Flyer Emilie


MAHANA4Kids

MAHANA für Kinder ist eine Geste der Solidarität für Kinder mit einer Lebererkrankung und ihrer Familie.

Das Schweizer Zentrum für Kindheits- Lebererkrankungen (CSMFE) befindet sich in den Genfer Universitätskliniken und ist das nationale Referenzzentrum für Erkrankungen der Leber des Kindes. So sind es Kinder und ihre Familie, die aus der ganzen Schweiz verteilt , regelmässig nach Genf reisen müssen. Dies für eine einzelne Beratung, Follow-up - Behandlungen oder für eine Lebertransplantation selbst.

Es ist leicht vorstellbar , dass regelmässige Reisen nach Genf, mit Aufenthalten von Tagen, mehere Wochen bis manchmals zu Monaten eine grosse Auswirkung auf das Leben des Kindes und dessen Familie hat. Sie sind auf die eigenen Kosten angewisen, eine Wohung oder zumindest ein Zimmer, Nahrung und nicht zu vergessen, die Betreuung der Geschwisterkinder. Eines der Elternteile bleibt zu Hause bei den Geschwisterkinder oder auch um einfach der Arbeit nachzugehen. Dieser Berg stellt eine grosse Belastung für die Eltern dar, nicht selten, weil ein Teil seine Beschäftigung reduzieren oder ganz aufgeben muss. Zu der emotionalen Belastung kommen dann auch die finanziellen Sorgen. Dieses Gewicht an Belastungen zu stemmen ist nicht immer einfach.

 

Da kommt MAHANA ins Spiel!

 

http://mahana4kids.jimdo.com